Von Dornbirn bis nach Lech 2012 - wieder mit Kazi Sherpa

Im August 2012 waren wir wieder mit Kazi Sherpa in dreieinhalb Tagen vom Ebnit bis nach Lech unterwegs. Eine anspruchsvolle Tour mit Gehzeiten zwischen vier und sieben Stunden - das Wetter war diesmal von Beginn an top und belohnte uns mit fantastischen Ausblicken in die Vorarlberger Bergwelt. Die Wiederholung für August 2013 ist schon fix.

Die Route führte wie immer vom Ebnit (wobei wir dank der Umleitung ein wenig Güterweg sparen konnten) über den Binnelgrat zum Freschenhaus, wo auch heuer Kazis nepalesischer Freund Ang Pasang im Einsatz ist. Martin und Zita haben die altehrwürdige Alpenvereinshütte auf Vordermann gebracht: Eine neue Terrasse mit herrlichem Ausblick vom Rätikon bis zum Bodensee, nagelneue, heiße Duschen, eine top Küche mit perfektem Service - bis hin zum Frühstück mit Alpbutter, Milch, Frischkäse und Joghurt, das täglich von der Saluveralpe raufkommt. So etwas wird in manchem Fünfsternehotel nicht geboten.

Am zweiten Tag ging es in stetigem Auf und Ab weiter zur Gäviser Höhe, nach dem Portlajoch und einem Drink auf der Unterdamülser Alpe landeten wir wieder auf der Türtschalpe. Sehr gemütlich, fantastischer Ziegenkäse, dazu ein Milchkaffee - einfach nur fein. Weiter ging es nach Fontanella, von wo wir mit dem Taxi zum Gasthaus Rothenbrunnen weiterfuhren. Am Abend stand noch ein kurzer Spaziergang zur Eisenquelle an, um im Halbdunkel die müden Füße und diverse Wehwechen zu behandeln.

Tag drei war die Königsetappe mit dem steilen Aufstieg auf das Muttawang-Joch. Einzigartige Ausblicke auf die Rote Wand, Misthaufen, Bettlerkopf, Zitterklapfen, Braunarlspitze und Co., dazu gab es auf der Diesnerbergalpe ein Schnäpschen von Norbert. Außerdem durften wir die neuesten Kräuter-Kreationen in punkto Sonnenschutz und genereller Entzündungshemmer ausprobieren, habe inzwischen schon je eine Flasche zum Geburtstag bekommen. Riecht gut, sieht gut aus - und ich gehe mal davon aus, dass es auch hilft. Nach dem Jägersteig errichteten wir mit dem besten Steinmannbauer von hier bis zum Everest, Kazi Sherpa, wieder ein paar Männchen (die vom letzten Jahr hatten im Schnee ein wenig gelitten, waren aber noch da - auch Anja hat diesmal ein ganz kleines gebaut), ehe wir auf der Göppinger Hütte den Sonnenuntergang genossen. Stefan und Veronika empfingen uns wie immer mit einer Runde Enzian - den es auf dieser Hütte ja noch gar nicht soooo lange gibt. Dafür läuft die neugebaute Material-Seilbahn inzwischen wie eine Eins. Damit von der Suppe bis zum Nachtisch alles perfekt auf den Tisch kommt. Und natürlich auch die Nutella zum Frühstück ...

In der Nacht auf Donnerstag erreichte uns eine kleine Kaltfront, darum fiel auch die morgendliche Steinbockschau flach. Wir wählten als Abstieg die kurze Variante nach Zug bis zum Älpele, von wo wir mit dem Wanderbus nach Lech weiterfuhren. Die Überängstlichen starteten am Morgen noch in Regenmontur (sogar der Kazi hatte keine Nerven), wobei es in kürzester Zeit aufriss - nach einem Kurzbesuch auf dem Lecher Markt beendeten wir die Tour wieder standesgemäß im Fünf-Stern-Superior-Hotel Aurelio. Nicht wirklich billig, aber sehr gemütlich, und lecka! Zwei ganze und zwei halbe Tage waren wir zu Fuß unterwegs, mit dem Taxi ging es in 1 Stunde 10 Minuten wieder zum Ausgangspunkt der Tour in Dornbirn zurück.

Der Termin 2013 wird wieder im August sein, wahrscheinlich um den 15. (Feiertag).

Cu there ...